Wie nicht anders zu erwarten, fand der letzte Stammtisch des Jahres 2018 IN den warmen Stuben des Bahnhof Dutzendteich statt. Die Biergartensaison war schon lange zu Ende. 24 Flehrl wollten diesmal die wohlige Wärme und die anregenden Gespräche genießen. Gesprächsstoff gabs natürlich reichlich, wenn 24 ältere, lebenserfahrene Männer zusammenkommen.
Das "älter" hat man auch an den Gesprächsthemen gemerkt. Ging es doch unter anderem um den digitalen Nachlass. Älter heißt ja nicht fern von der Technik. So sammeln sich doch im Laufe der Zeit viele unterschiedliche Passwörter an, die es im Fall des Falles bekannt zu geben gilt. So wurde gefachsimpelt, was der beste Weg dazu ist. DVD, Ausdruck, USB-Stick oder speichern in einer Cloud. Ja auch vor neudeutschen Fachbegriffen schrecken die ehemaligen Flehrl's nicht zurück.
Ein angenehmeres Thema war dann schon das Schnaps brennen. Man sollte es nicht glauben, auch hier gibt es Fachleute unter den Postlern. Bestens ausgerüstet mit den nötigen Gerätschaften. Ob alles so legal abläuft, man weiß es nicht so genau, schließlich zählt ja nur das Ergebnis.
Natürlich wurde wieder in Erinnerungen geschwelgt. Nein nicht von unserer tollen Lehrzeit, das Gespräch kam unter Umwegen auf den Beat-Club. Die legendere Musiksendung von Radio Bremen, ausgestrahlt von 1965 - 1972 . Moderiert von der hübschen Uschi Nerke. Die Eltern waren natürlich damals weniger begeistert von der Ami-Musik. Dann traten auch noch GoGo-Girls in Erscheinung. Die Sendung erlangte Kultstatus. Es war immer live und oft wurde auch live gesungen. Zuerst noch in Schwarzweiß, später dann ab 1970 in Farbe. Auch wenn viele Haushalte damals noch gar keinen Farbfernseher hatten. So kam am Tisch die Frage auf, wann das Farbfernsehen in Deutschland gestartet ist. Smartphone gezückt und schon konnte die Frage beantwortet werden. Willy Brandt gab vor 50 Jahren, am 25 August 1967, per Knopfdruck den Startschuss für das Farbfernsehen in Deutschland. Leider gab es dabei eine Panne, während Willy Brandt noch gar nicht den Button gedrückt hatte, startete ein Techniker schon das Farbsignal. Diese Panne passierte natürlich bei der Einführung in Fürth nicht. Erich H. bastelte dafür extra ein kleine Schaltung mit dem bekannten Summer. So konnte er ganz entspannt im Keller warten, bis die Prominenz aus Fürth den Schalter betätigte. Der Summer summte und Erich H. steckte die Kabel zusammen. Fürth war bunt.
Gerhard S. ließ sich von dem busfahrenden Flehrl, ganz genau das automatische Bremssystem erklären. Ob er beabsichtet für sein Fahrrad etwas ähnliches zu bauen, wurde leider nicht weiter diskutiert.

Diesmal wieder mit Bildern. ***** auf die DSGVO

Ihr seht, man lernt sogar noch hinzu beim Post-Stammtisch. Kommt einfach zum nächsten Stammtisch am 20 Februar 2019 in den Bahnhof Dutzendteich. Wir zählen auf euch.

Bis dahin
der Schreiberling Gerd

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